BUND Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland


22. Februar 2010

Widerstand gegen Agrarfabriken landesweit

Koordinierter landesweiter Widerstand gegen industrielle Tierhaltungsanlagen wurde am Sonnabend, den 20.Februar in Dobbertin im Landkreis Parchim beim Treffen des Landesnetzwerkes  „Bauernhöfe statt Agrarfabriken“ geplant. Vertreter von Bürgerinitiativen berieten gemeinsam mit dem BUND (Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland) Einwendungen und koordinierte Aktionen gegen die aktuellen Planungen von Hähnchen-,  Puten-,  Schweine-  und Sauenanlagen mit bis zu 300.000 Tierplätzen. Ein Katalog von  Forderungen zur Entwicklung des ländlichen Raumes wurde entworfen. Darin wird unter anderem die grundsätzliche Durchführung von Raumordnungsverfahren bei der Genehmigung von industriellen Tierhaltungsanlagen mit hohen Tierplatzzahlen wie 10.000 Sauen oder 400.000 Hähnchen gefordert. Hintergrund für diese Forderung ist der häufige Konflikt  der geplanten Massentierhaltungsanlagen mit Zielen der Regionalentwicklung wie Tourismus und Erholung. Eine Abwägung der Entwicklungsziele finde bisher nicht statt, teilte der BUND mit, vielmehr hätte jeder Antragsteller einen Anspruch auf Erteilung einer Genehmigung, wenn er die gesetzlichen Grenzwerte des Immissionschutzverfahren einhalte.

Aktueller Schwerpunkt im Landkreis Parchim ist das laufende Genehmigungsverfahren für Anlagen mit 470.000 Broilermastplätzen in der Gemeinde Kuppentin bei Lübz. Die Einwendungsfrist für die Großanlage Kuppentin läuft noch bis zum 29.März 2010. Einwendungen müssen im Amt Eldenburg in Lübz abgegeben werden. Kontakt zur Bürgerinitiative Kuppentin ist über die BUND Landesgeschäftsstelle in Schwerin erhältlich. (www.bund-mv.de)

Für Rückfragen: Corinna Cwielag (BUND Mecklenburg-Vorpommern) 0178/5654700


Quelle: http://www.bund-mecklenburg-vorpommern.de/nc/presse/pressemitteilungen/detail/browse/5/artikel/widerstand-gegen-agrarfabriken-landesweit/