BUND Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland


22. Juli 2010

Wegebau im Einklang mit dem Alleenschutz

Beim Unterzeichnen der Vereinbarung (v.l.n.r.): Prof. Dr. Mathias Grünwald (Vorsitzender BUND M-V), Arndt Müller (Naturschutzreferent BUND M-V), Constance Lindheimer (Bürgermeisterin Feldberger Seenlandschaft), Dr. Peter Wernicke (Leiter des Naturparks Feldberger Seenlandschaft), Manfred Peters (stellv. Landrat Landkreis Mecklenburg-Strelitz)

Die Gemeinde Feldberger Seenlandschaft, der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND), Landesverband Mecklenburg-Vorpommern und der Landkreis Mecklenburg-Strelitz unterzeichneten am Donnerstag, dem 22.07.2010, eine Vereinbarung über den Wegebau zwischen Wittenhagen und Hullerbusch, Landkreis Mecklenburg-Strelitz. Damit finden monatelange Verhandlungen über die Art und Weise des Wegebaus in der dortigen gesetzlich geschützten Kastanienallee ihren Abschluss.

Der BUND Mecklenburg-Vorpommern hatte einem von der Gemeinde Feldberger Seenlandschaft geplanten Ausbau der Ortsverbindung Wittenhagen und Hullerbusch wegen der befürchteten negativen Folgen für die geschützten Alleebäume und für ein nah gelegenes Naturschutzgebiet widersprochen. Im Zuge von zahlreichen Gesprächen unter Vermittlung von Peter Wernicke, Leiter des Naturparks Feldberger Seenlandschaft, wurden die Dimensionen des Weges auf eine Breite von 2,64 m reduziert und die Bauweise an die geschützten Bäume angepasst. Constance Lindheimer, Bürgermeisterin der Gemeinde Feldberger Seenlandschaft, hatte anschließend die Ortsräte und die Gemeindevertretung der Gemeinde Feldberger Seenlandschaft von der Notwendigkeit der Anpassungen überzeugen können, da sie von vornherein den Gemeindevertretervorsteher Hans-Joachim Lange und Entwicklungsausschuss-Vorsitzenden Alfred Wilp in die schwierigen Verhandlungen miteinbezogen hatte.

Mit der nun unterzeichneten Vereinbarung verpflichtet sich die Gemeinde Feldberger Seenlandschaft, parallel das Teileinziehungsverfahren nach dem Straßen- und Wegegesetz einzuleiten, um die Straße teileinzuziehen und für den motorisierten Durchgangsverkehr zu sperren. Weiterhin erklärt sich die Gemeinde bereit, einen Schutzstreifen für die Alleebäume zu erwerben. Dafür verzichtet der BUND auf rechtliche Schritte gegen den Wegebau.

Arndt Müller, Naturschutzreferent des BUND Mecklenburg-Vorpommern: "Der Verzicht auf unsere rechtliche Position ist ein großer Vertrauensvorschuss an die Gemeinde. Wir sind zuversichtlich, dass die vereinbarten Schritte auch umgesetzt werden."

Constance Lindheimer, Bürgermeisterin Feldberger Seenlandschaft: "Wir sind sehr froh hier auf dem Verhandlungswege eine gute Lösung für Alle erreicht zu haben. Der Wegebau wird die Bedingungen für Radtouristen auf der überregional bedeutsamen Eiszeitroute um den Schmalen Luzin verbessern."

Mit dem Ausbau des Weges Wittenhagen-Hullerbusch wird voraussichtlich im Herbst begonnen werden können. Sollte die Vereinbarung nicht umgesetzt werden, so haben die Vertragsparteien ein Schlichtungsverfahren vereinbart.


Für Rückfragen:
Arndt Müller, BUND Mecklenburg-Vorpommern, Tel. 0160-96470127
Constance Lindheimer, Gemeinde Feldberger Seenlandschaft, Tel. 03 98 31-2 50-0



Quelle: http://www.bund-mecklenburg-vorpommern.de/nc/presse/pressemitteilungen/detail/artikel/wegebau-im-einklang-mit-dem-alleenschutz/