Ein Ende für die Planungen zum Bombodrom in der Kyritz-Ruppiner Heide forderte BUND Bundesgeschäftsführer Dr. Gerhard Timm von Bundesverteidigungsminister Jung anlässlich der Mirower „Wasserdemo – Bombodrom geht baden“ am 1. Mai 2006 im Strandbad Mirow.
Die Klägergemeinschaft gegen den Bombenabwurfplatz im südlichen Müritzgebiet wird vom Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) weiterhin unterstützt, betont der BUND-Bundesgeschäftsführer. Mit der Naturschutzklage, die seit September 2003 vor dem Verwaltungsgericht Potsdam anhängig ist und einer Beschwerde bei der EU-Kommission will der BUND die Belange der geschützten Natur in der Region einklagen. Durch den Betrieb des Bombenabwurfplatzes sind mindestens 10 Gebiete der FFH- und Vogelschutzrichtlinie in ihrem Bestand gefährdet. BUND-Bundesgeschäftsführer Dr. Gerhard Timm wies darauf hin, dass die Bundeswehr inzwischen selbst die erheblichen Probleme mit dem Vogelbestand im südlichen Müritzgebiet einräumen musste und dass eine „Meidung der Gebiete unmöglich“ sei. Die Aussagen des Bundeswehramtes belegten nunmehr selbst die Notwenigkeit der noch immer fehlenden und vom BUND geforderten Verträglichkeitsprüfung gemäß europäischen FFH- und Vogelschutz-Richtlinie für den geplanten Betrieb des Bombenabwurfplatzes. Gerhard Timm: „Naturschutzrechtlich ist der Betrieb des Bombenübungsplatzes nicht genehmigungsfähig.“ Hintergrund: Der Antrag des Verteidigungsministeriums vom Jahresbeginn zielte darauf ab, sämtliche bisherige Beschlüsse des Verwaltungsgerichtes Potsdam, des Oberverwaltungsgerichtes Brandenburg, sowie des Oberverwaltungsgerichtes Berlin-Brandenburg gegen die Inbetriebnahme des Bombenübungsplatzes aufzuheben, um noch vor dem Sommer mit dem Flugbetrieb zu beginnen. Bislang ist der Antrag jedoch nicht beschieden. Der BUND und die Bürgerinitiative rechnen nicht mit der Inbetriebnahme des Bombenabwurfplatzes in diesem Sommer. Bilder von der Wasserdemo