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28. April 2006

BUND auf Wasserdemo gegen Bombodrom

Ein Ende für die Planungen zum Bombodrom in der
Kyritz-Ruppiner Heide forderte BUND Bundesgeschäftsführer Dr. Gerhard
Timm von Bundesverteidigungsminister Jung anlässlich der Mirower
„Wasserdemo – Bombodrom geht baden“ am 1. Mai 2006 im Strandbad Mirow.

Die Klägergemeinschaft gegen den Bombenabwurfplatz
im südlichen Müritzgebiet wird vom Bund für Umwelt und Naturschutz
Deutschland (BUND) weiterhin unterstützt, betont der
BUND-Bundesgeschäftsführer. Mit der Naturschutzklage, die seit September
2003 vor dem Verwaltungsgericht Potsdam anhängig ist und einer
Beschwerde bei der EU-Kommission will der BUND die Belange der
geschützten Natur in der Region einklagen. Durch den Betrieb des
Bombenabwurfplatzes sind mindestens 10 Gebiete der FFH- und
Vogelschutzrichtlinie in ihrem Bestand gefährdet.
BUND-Bundesgeschäftsführer Dr. Gerhard Timm wies
darauf hin, dass die Bundeswehr inzwischen selbst die erheblichen
Probleme mit dem Vogelbestand im südlichen Müritzgebiet einräumen musste
und dass eine „Meidung der Gebiete unmöglich“ sei. Die Aussagen des
Bundeswehramtes belegten nunmehr selbst die Notwenigkeit der noch immer
fehlenden und vom BUND geforderten Verträglichkeitsprüfung gemäß
europäischen FFH- und Vogelschutz-Richtlinie für den geplanten Betrieb
des Bombenabwurfplatzes. Gerhard Timm: „Naturschutzrechtlich ist der
Betrieb des Bombenübungsplatzes nicht genehmigungsfähig.“
Hintergrund:
Der Antrag des Verteidigungsministeriums vom
Jahresbeginn zielte darauf ab, sämtliche bisherige Beschlüsse des
Verwaltungsgerichtes Potsdam, des Oberverwaltungsgerichtes Brandenburg,
sowie des Oberverwaltungsgerichtes Berlin-Brandenburg gegen die
Inbetriebnahme des Bombenübungsplatzes aufzuheben, um noch vor dem
Sommer mit dem Flugbetrieb zu beginnen. Bislang ist der Antrag jedoch
nicht beschieden. Der BUND und die Bürgerinitiative rechnen nicht mit
der Inbetriebnahme des Bombenabwurfplatzes in diesem Sommer.
Bilder von der
Wasserdemo




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